Praxiseinblick, Sonderteil

Verbindungselemente und Sonderteile: Warum technische Beratung den Unterschied macht

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  • Thomas Binder

  • Technische Kundenbetreuung & Projektbegleitung Außendienst

Mehr als nur C-Teile: Warum Verbindungselemente Spezialisierung brauchen


Wer Verbindungselemente als einfache C-Teile abtut, riskiert teure Produktionsausfälle. Thomas Binder vom Vertrieb der Daniel Gruppe erklärt, warum technische Beratung bei Sonderteilen den Unterschied macht – und wie ein Hersteller von Sitzsystemen für Nutzfahrzeuge seine Produktionskosten dadurch deutlich senken konnte.

Schrauben und Verbindungsteile auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt

Verbindungselemente stecken z. B. in Automobilen, Rollstühlen und Aufzügen. Sie verbinden unseren Alltag. Ohne die richtige Schraube gibt es kein fertiges Bauteil. Trotzdem behandeln viele Einkäufer sie als austauschbare Massenware. Unsere technische Beratung macht den Unterschied. Thomas Binder beschreibt das so:

„Die Anforderungen an Verbindungselemente variieren je nach Anwendungsfall. Individuelle Anpassungen können über die Wirtschaftlichkeit der Produkte entscheiden. Wir passen Material und Produktionsverfahren daher möglichst wirtschaftlich an Ihren Einsatzzweck an.“

– Thomas Binder, Vertrieb Daniel Gruppe

 

Der Unterschied zur DIN- und Normschraube liegt im Material und im Herstellungsverfahren. Die Güte des Stahls, die Härte durch Anglühen und Temperieren – das entscheidet darüber, ob eine Verbindung hält oder versagt.

Techniker sprechen mit Technikern: So funktioniert die Zusammenarbeit

Bei Normteilen reicht ein Blick in den Katalog. DIN- und ISO-Normen definieren die Werte und Herstellerdokumente belegen, dass diese eingehalten werden. Nachprüfen ist selten notwendig. Bei Zeichnungs- und Sonderteilen sieht das anders aus. Hier gibt der Kunde die Anforderungen vor – und genau dort beginnt die eigentliche Arbeit. Die Daniel Gruppe setzt auf direkte Kommunikation zwischen den Technikern beider Seiten. Binder erklärt den Grund:

„Direkte Abstimmung zwischen technischen Ansprechpartnern reduziert Missverständnisse und beschleunigt die Lösungsfindung.“

– Thomas Binder, Vertrieb Daniel Gruppe

In der Praxis oft unterschätzt: Die Qualität der Zeichnung ist entscheidend

Der Prozess folgt bei uns einer klaren Struktur:

  • Die Anfrage geht an unsere hauseigene Technikabteilung. 
  • Unsere Techniker prüfen, welche Bedürfnisse die technische Zeichnung Ihrer Sonderteile erfüllen muss. Sie schlagen Optimierungen vor oder empfehlen alternative Materialien und Fertigungsverfahren für eine möglichst wirtschaftliche Produktion. 
  • Erst danach geht die Anfrage in den Einkauf. 
  • Das Angebot folgt, dann die Bemusterung, dann die Serie.
     

„Unsere Techniker können Ihnen durch den engen Kontakt zum Produzenten die wirtschaftlichste Lösung anbieten. Unsere Stärke liegt in der Kombination aus technischem Know-how und einem internationalen Netzwerk spezialisierter Fertigungspartner.“

– Thomas Binder, Vertrieb Daniel Gruppe

Normteile vs. Sonderteile – hier liegt die echte Herausforderung

DIN-Normteile: Bewährt und standardisiert

DIN-Normteile sind genormt, weltweit vergleichbar und seit Jahrzehnten am Markt verfügbar. Eine Sechskantschraube mit metrischem Gewinde ist überall gleich – unabhängig vom Hersteller. Für viele Anwendungen reicht das aus.

Zeichnungs- und Sonderteile: individuell entwickelt

Der größere und spannendere Bereich sind jedoch die Zeichnungsteile. Diese Sonderteile existieren noch nicht – wir konstruieren sie gemeinsam mit Ihnen.

„Für Zeichnungs- und Sonderteile erarbeiten wir Ihnen das beste Paket – technisch überzeugend, wirtschaftlich bezahlbar und am Markt umsetzbar.“

– Sebastian Tellke, Vertrieb Daniel Gruppe

Beispiel aus der Praxis: Sitzt wie angegossen

Ein Hersteller von Sitzsystemen für Nutzfahrzeuge suchte nach Möglichkeiten, die Produktion einer Klaue für Armlehnen effizienter zu gestalten. Sie sorgt für die Beweglichkeit der Lehne und wurde bislang als Dreh- und Frästeil hergestellt. Der Werkstoff wurde aufgrund spezieller Anforderungen vom Kunden festgelegt: Chrom Molybdän, eine spezielle Stahllegierung, die man nicht nur härten, sondern auch besonders zugfest machen kann.

Unser Ziel: Das Sonderteil zu besseren Konditionen in gleichbleibend guter Qualität herstellen.

„Anhand der Anforderungen war uns klar, dass die Klaue grundsätzlich auch als Gussteil denkbar ist.“

– Hans Peter Mech, technischer Leiter der Daniel Gruppe

 

Die Aussicht auf eine deutlich effizientere Fertigung überzeugte den Kunden, den Bemusterungsprozess freizugeben. Ein Vorhaben, das insbesondere in der Automotive-Industrie ein Höchstmaß an Sorgfalt und Genauigkeit erfordert.

Das Ergebnis: Die Umstellung auf das Gussverfahren brachte dem Kunden signifikante Verbesserungen.

  • Gewicht: Das Bauteil ist nun über 60 % leichter – bei gleichbleibenden mechanischen Werten.
  • Produktivität: Die Produktionsgeschwindigkeit ist von etwa zweieinhalb Minuten pro Teil auf rund 100 Teile pro Stunde gestiegen. Das ist eine Vervierfachung der Kapazität.
  • Kosten: Durch die effizientere Produktion sind die Kosten für den Auftraggeber deutlich gesunken.

„Seit dem Klauen-Projekt haben wir gemeinsam weit mehr als 100 Sonderteile auf den Prüfstand gestellt und in einigen Fällen auch dort Potenziale für eine effizientere Produktion gefunden und gehoben.“

– Hans Peter Mech, technischer Leiter der Daniel Gruppe

Die Einsatzumgebung entscheidet: Warum die erste Frage immer lautet: „Was wollen Sie mit dem Teil machen?“

Bei Sonderteilen stellt Thomas Binder immer dieselben Fragen zuerst: Was soll das Teil leisten? Wo wird es verbaut? Denn die Antwort bestimmt alles Weitere. Eine Schraube am Startblock im Freibad braucht einen anderen Edelstahl als eine Schraube im Salzwasser – jede Umgebung verlangt eine andere Materialqualität.

„Je nach Einsatzbedingungen kann der gleiche Artikel völlig unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen. Deshalb ist der konkrete Anwendungsfall entscheidend.“

– Thomas Binder, Vertrieb Daniel Gruppe

 

Manchmal bringt die Frage nach dem Einsatzzweck den Kunden selbst ins Grübeln. Binder erlebt regelmäßig, dass Kunden bei detaillierten Rückfragen feststellen: Das muss ich mir nochmal ansehen. Oder: Das weiß ich auch nicht so genau. 

Genau hier liegt der Wert der Beratung. Ein reiner Katalogversender stellt diese Fragen nicht. Ein Partner, der mitdenkt, erkennt Risiken, bevor sie in der Produktion auftauchen.

Ein reibungsloser Ablauf für Ihre Versorgungssicherheit

Die größten Schmerzpunkte im Geschäft mit Sonderteilen sind lange Lieferzeiten und verhältnismäßig hohe Preise. Von der ersten Anfrage bis zur fertigen Serie vergehen bei europäischen Herstellern oft 10 bis 12 Wochen. Bei Übersee-Fertigung sind es 20 bis 24 Wochen. Diese Zeit umfasst Zeichnungserstellung, technische Besprechung, Angebotsphase und Bemusterung. Die Daniel Gruppe löst das über Rahmenverträge mit Jahreslaufzeit und Lagerhaltung am eigenen Standort. Wenn 50 Prozent der Ware abgeflossen oder 50 Prozent der Vertragslaufzeit vergangen sind, melden wir uns bei Ihnen, um die Nachbestellung zu besprechen. Dieses System verhindert Versorgungslücken.

Der entscheidende Vorteil der Daniel Gruppe liegt in der Kombination aus technischer Beratung, proaktiver Überwachung und langfristiger Partnerschaft.

Fazit: Ohne die richtige Schraube kein fertiges Produkt

Die Anforderungen an Sonder- und Zeichnungsteile sind so individuell wie ihre Einsatzbereiche. Wir wollen, dass Sie langfristig zufrieden sind – mit Ihren Verbindungselementen und mit unserer Zusammenarbeit. Unsere technische Beratung erspart Ihnen nervige Schleifen und Fehlbestellungen. Wir lösen Probleme individuell und sorgen für 100 % Versorgungssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Sobald die Anforderungen über DIN- und ISO-Normteile hinausgehen. Bei Zeichnungsteilen, Sonderteilen oder speziellen Materialanforderungen spart erfahrene technische Beratung Zeit und vermeidet teure Fehlbestellungen.

Eine eigene Technikabteilung, die Kundenzeichnungen prüft und optimiert, Fertigungsverfahren empfiehlt und direkt mit den Technikern des Kunden kommuniziert. Dazu Rahmenverträge mit proaktiver Nachbestellung.

Die Daniel Gruppe ist der Händler und Verbinder zwischen Auftraggeber, Technik und Hersteller. Die Qualitätssicherung läuft über Herstellerdokumente und Zeugnisse. Bei Bedarf können Sie Versuchslabortests beauftragen.